
„Oh nein. Die haben uns letztes Jahr in Grund und Boden gespielt“, In De.s Stimme schwang eine Mischung aus Ehrfurcht und dem Drang den Jungs im grünen Trikot vor die Füße zu spucken. Schon allein für die Frisur hätte ich es ihm gleichgetan; Blondgefärbter, hochgegelter Pony, der an Prolligkeit nur noch von den Fake Bling-Bling-Ohrringen übertroffen wurde. Als er mit uns auf einer Höhe stand, lachte er De. an und pöbelte im spöttischten Vollproll-Ton: „Na, De. Freust dich schon darauf, dass wir euch auseinandernehmen?“
Eigentlich sollte ich bei den „Kleinen“ mitspielen und mein ältester Gegner wäre damit keine 13 Jahre alt. Das jährliche Fußball-Tournier, das von der Trägergesellschaft ausgetragen wird, für die die Kleine arbeitet, ließ es zu, dass ein Erwachsener in der Mannschaft der Kinder spielt. Nur Tore schießen sollten sie nicht, was auch kein Problem für mich gewesen wäre, wenn ich nicht im Tor gestanden hätte. Als Fußball-Lutscher braucht niemand Angst vor mir zu haben. Nicht einmal ein siebenjähriges Mädchen, das versucht an mir vorbeizukommen.
Weiterlesen? Na klar!