Moderatorin hält Fußball-Weltmeister André Schürrle für einen Pro-Gamer

André Schürrle im Interview: Fußball-Weltweister oder Pro-Gamer | RBTV Highlights

Ich muss gestehen, dass ich voll der bei der Moderatoron bin. Weder wusste ich bis gerade wer André Schürrle ist, noch wie er aussieht. Nie gehört. Und hätte man mich gefragt wer aktueller Fußballweltmeister ist, hätte ich mit Brasilien geantwortet. Ich dachte Deutschland wäre letztes Mal Meister geworden. Echt jetzt.

Aber selbst für einen Fußballidioten wie mich ist dieses Video unglaublich lustig! Was nicht zuletzt daran liegt, dass Schürrle sehr sympathisch ist und die Moderatorin eine Glanzparade hinlegt und mit ihren Fragen, die auf Call of Duty abgestimmt sind, einfach weitermacht:

via meedia

Wie man bei einem Fußballtippspiel gewinnt, ohne Ahnung von Fußball zu haben

Ich muss noch ein allerletztes Mal das Thema Fußball WM aufgreifen, bevor ich mich bei der nächsten Meisterschaft wieder über die stumpfen Mitläufer aufrege.
Wie die meisten Menschen in meiner Umgebung (wissen), habe ich keine Ahnung von Fußball. Das hielt mich allerdings nicht davon ab dieses Jahr ausnahmsweise an einer Tipprunde teilzunehmen, da dem Sieger so viele Eiskugeln versprochen wurde, wie es Teilnehmer gab. Als Bonus wurde weiterhin dem Letztplatzierten angedroht, dass dieser einen Tag lang im SCHLAND-Fanoutfit ins Büro muss. Das wollte ich natürlich sehen.

Ja nun, was soll ich sagen?
SCHLAND!
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Goal Celebrations FX

Goal Celebrations FX

Ach, immer diese leeren Versprechungen. Am Ende gibt es dann doch keine Dinosaurier, Schießereien oder Laser auf dem Fußballfeld und alle rennen einfach nur stumpf einem Ball hinterher:

via Parasol Island

John Oliver Explains The World Cup And FIFA To Americans

FIFA and the World Cup

Das Video schwirrt mir schon seit ein paar Tagen um die Ohren, aber ich bin erst jetzt dazu gekommen mir die 13 Minuten anzuschauen und sie waren jede Sekunde wert. Besonders gut fasst ein französischer FIFA Funktionier zusammen, sinngemäß von John Oliver übersetzt:

„Maybe I look a bit arrogant, but… `ow you say: »Fuck your laws and fuck your public saftey.«“

Wie schon zuvor gesagt: Ich freue mich für euch Fußballfans, dass ihr etwas habt, wofür ihr euch so begeistern könnt. Ich freue mich sogar noch mehr über kritische Stimmen, die unter den Fans ab und an aufpoppen (auch wenn es meistens die Fans sind und nicht die Trittbrettfahrer, die alle zwei Jahre Fußball schauen). Es wäre einfach nur schön, wenn wenigstens einmal eine Lektion daraus gezogen werden würde. Ihr könnt euch doch wirklich gerne die Spiele anschauen, aber wie wäre es, wenn ihr euch allesamt organisiert und wenigstens ein einziges Spiel boykottieren würdet. Es muss ja nicht einmal ein Finalspiel sein. Ein Spiel aus der Vorrunde würde schon ausreichen. Setzt ein Zeichen, oder überlegt euch selber etwas. Aber lasst doch nicht zu, dass ein Haufen reicher Arschlöcher euer Lieblingssport nimmt und ungefragt in den Arsch fickt.

Deichkind feat. Das Bo – Ich habe eine Fahne

Deichkind feat. Das Bo - Ich habe eine Fahne

Eigentlich würde ich gerne das WM Thema ignorieren, weil ich Fußball doch so langweilig finde. Das Einzige wozu ich mich durchringen könnte, wäre ein Rant gegen diese ganzen Trittbrettfahrer, die alle zwei Jahre in Fußballfieber verfallen und ganz empört darüber sind, dass so viele ihre Fahnenschwenkerei einfach scheiße finden. Aber wer kann es den Fahnenabbrechern eigentlich verdenken, ist die Ironie doch mit Händen greifbar: Hier werden billige Deutschlandflaggen aus China an japanische Autos geheftet und das Ganze mit „Man wird doch wohl patriotisch sein dürfen!“ flankiert. Nichts desto trotz finde ich, dass es bessere Wege gibt seinen Unmut kundzutun, als Dinge kaputt zu machen. Damit wird niemandem geholfen und anstatt eine Lektion zu erteilen, werden die Fronten einfach nur verhärtet: Auf der einen Seite Flaggenallergiker, die nichts mit nationalem Stolz am Hut haben wollen, gegen eine vermeintliche Partygesellschaft, die alle zwei Jahre Deutschlandflaggen für Fußball und Vaterland schwenken und in vier Wochen Kinder beschimpfen, die vor der Haustür lauthals rumbolzen.

Dabei gibt es doch so kreative Wege diese „Schland“-Trottel abzuwatschen:

http://youtu.be/T9oo7wb7cw8

Mir tun vor allen Dingen meine fußballliebenden Freunde leid, die sich alles mögliche anhören müssen, weil sie Fußball lieben und deswegen mit diesen Lemmingen in einen Topf geschmissen werden.

via Deichkind

Manchester United & Google+ Present „Front Row“

Manchester United & Google+ Present Front Row

Auch wenn man, wie ich, nichts mit Fußball anfangen kann, aber diese Aktion macht mir ein kleines bisschen Gänsehaut:
Beim Spiel Liverpool vs Manchester United am 16. März 2014 können Manu Fans ganz vorn in der ersten Reihe sitze, auch ohne teure Tickets zu kaufen. Google+ (ja, die gibt es immernoch!) stellt die Weichen für das Event, das bisher einmalig in der Fußballgeschichte sein dürfte:

On Sunday 16 March 2014 for our home game against Liverpool, United fans will have the opportunity to cheer on the team, appearing via live Google+ Hangout – the free, multi-person video call feature – on Old Trafford’s pioneering pitchside digital hoardings. Throughout the match, Front Row supporters will be able to share in the magic of being at Old Trafford, joining 75,000 ticket holders and fellow Front Row participants the world over.

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Danke Kay!

Schlaaaand! – Von Fans und Fähnchen

Folgendes Bild ist mir nach wochenlanger Abstinenz ins Auge gesprungen, als ich meinen Feedreader entleerte:

Alle Jahre wieder pappen unzählige Deutsche ihre in China produzierten Deutschlandfähnchen an ihre Autos und erzählen mir etwas von Patriotismus. Das erinnert mich an die muslimische Mutter, die sicher gehen wollte, dass ihre Kinder auch ja kein Schweinefleisch essen, um sich dann eine Zigarette nach der nächsten anzuzünden. Oder an den gottesfürchtigen Kirchengänger, der aus der Bibel zitierte, um irgendein fadenscheiniges Argument zu belegen, aber darauf besteht sich nicht die Haare an den Schläfen wachsen zu lassen, obwohl die Bibel es vorschreibt. Bigotterie nennt man so etwas.

Warum geben diese selbsternannten Patrioten nicht einfach zu, dass sie das Fähnchen an ihr Auto heften, weil sie einfach nur Teil einer Gruppe sein und sie sich mit ihnen verbunden fühlen möchte. Ist doch ok! Mitläufertum ist nichts wofür man sich grundsätzlich schämen muss (zumindest in den meisten, harmlosen Fällen). Ich mag Fußball nicht, aber ich mag es auch ab und an Teil einer Gruppe zu sein, auch wenn es so aussieht, als wäre ich eben ein Mitläufer. Aber dann stehe ich wenigstens dazu.
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Tazer Ball

Die kommende EM könnte mir kaum egaler sein. Das war schon bei der letzten WM so: Millionen Teilzeit-Fußballfans spielen sich auf, als wären sie wirklich verrückt nach diesem nachweislich langweiligen Volkssport, während auf dem Feld ein bisschen rumgebolzt wird.

Sollte sich Tazer Ball zum Volkssport entwickeln, dann werde ich die Hände über den Kopf schlagen und sagen: „Ja. Das verstehe ich. Das ist Sport. Da kann man auch mal ein bisschen verrückt sein und sich Schals um die Handgelenke binden.“


Youtubedirektlink

viaDevour (Danke Huschi!)

Die Wilden Kerle Reloaded

wilde-kerle

„Oh nein. Die haben uns letztes Jahr in Grund und Boden gespielt“, In De.s Stimme schwang eine Mischung aus Ehrfurcht und dem Drang den Jungs im grünen Trikot vor die Füße zu spucken. Schon allein für die Frisur hätte ich es ihm gleichgetan; Blondgefärbter, hochgegelter Pony, der an Prolligkeit nur noch von den Fake Bling-Bling-Ohrringen übertroffen wurde. Als er mit uns auf einer Höhe stand, lachte er De. an und pöbelte im spöttischten Vollproll-Ton: „Na, De. Freust dich schon darauf, dass wir euch auseinandernehmen?“

Eigentlich sollte ich bei den „Kleinen“ mitspielen und mein ältester Gegner wäre damit keine 13 Jahre alt. Das jährliche Fußball-Tournier, das von der Trägergesellschaft ausgetragen wird, für die die Kleine arbeitet, ließ es zu, dass ein Erwachsener in der Mannschaft der Kinder spielt. Nur Tore schießen sollten sie nicht, was auch kein Problem für mich gewesen wäre, wenn ich nicht im Tor gestanden hätte. Als Fußball-Lutscher braucht niemand Angst vor mir zu haben. Nicht einmal ein siebenjähriges Mädchen, das versucht an mir vorbeizukommen.
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