„First Kiss“ ist also Werbung. Na und?

First Kiss

Die Filmemacherin Tatia Pilieva hat mit „First Kiss“ über Nacht einen Hit gelandet. In nur zwei Tagen ist ihr Knutsch-Video über 21 Millionen Mal angeschaut worden und wie das so ist, mit viralen Videos: Es gibt diejenigen, die das Video lieben und die, die es hassen. Soweit, so profan. In diesem speziellen Fall sehen wir aber ganz besonders die Unterteilung der Hassenden in weiteren zwei Gruppen: Auf die eine Seite hassen diejenigen den Film, weil es ihnen einfach zu kitschig ist. Sei’s drum.
Auf der anderen Seite wüten Zuschauer herum, weil es sich nicht (nur) um Kunst handelt, sondern um bösartige WERBUNG!

Es sind also keine ausschließlich von der Straße gecastete, von Natur aus gut angezogene Fremde, sondern Schauspieler und Künstler, die sich wahrscheinlich vorher nicht gesehen haben und von einer Klamottenmarke ausstaffiert wurden. Na und? Nachdem findige Blogger diesen Skandal aufdeckten, war der Aufschrei groß: „Man hat uns verarscht!“ ist die Kernaussage. Ein Kuckucksei ins Nest gelegt, hat man. Unter dem Deckmantel der Kunst wurden Klamotten vorgeführt und damit auch der Zuschauer. Mit spitzen Fingern wird ein Rant nach dem nächsten geschrieben. Ich frage mich aber: An welcher Stelle wurde verarscht?

Wie vermutlich über 20 Millionen Menschen, die das Video zuvor gesehen habe, habe ich nicht im Gedächtnis behalten, wer denn nun dieses Video präsentiert. Wer erinnert sich an „WREN presents“, was in den ersten zwei Sekunden eingeblendet wird? Ich folge auch weder der Filmemacherin auf Twitter, noch der Klamottenmarke, sodass ich es auch hier nicht bemerkt habe. Herausgefunden habe ich es erst, als ich den Aufschrei auf Facebook las und noch diesen Artikel, der die Models aus dem Clip aufzählt. Und genau jetzt fange ich an mich für die Marke WREN zu interessieren.
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„First Kiss“ – Der erste Kuss unter Fremden

FIRST KISS

UPDATE
Ich habe mir mal Gedanken um die Kritik gemacht, dass es sich hier „nur“ um Werbung handelt.

Das hier wird jedem von euch ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Versprochen!

20 Menschen, die sich vorher nie begegnet sind, werden in Paare aufgeteilt und darum gebeten sich zu küssen. So richtig rumknutschen und nicht so ein Schmatzer auf die Wange. Das ist so dermaßen liebenswert, dass sich einem die Fußnägel aufrollen:

via Sourcefed