Böhmermann mal wieder: BE DEUTSCH! [Achtung! Germans on the rise!]

Gerade wenn man denkt, dass Jan Böhmermann mit Ich hab‘ Polizei die Spitze des Mt. Awesomeness bestiegen und in guter, deutscher Manier 1000 Jahre besetzt hält, haut er noch einen drauf: BE DEUTSCH ist schon jetzt die Sommerhymne, die wie Besorgten Bürgern um die Ohren hauen werden.

Die Welt dreht durch! Europa fühlt sich so schwach, dass es sich von 0,3% Flüchtlingen bedroht sieht, Amerika ist drauf und dran einen Mann zu wählen, bei dem niemand so genau weiß, wer unter dem Toupet die Fäden zieht und als wäre das alles noch nicht schlimm genug, muss man sich nun auch noch ausgerechnet von Deutschland darüber belehren lassen, wie man sich moralisch richtig verhält. Ausgerechnet Deutschland! Die haben noch nicht mal einen Weltkrieg gewonnen!

The world is going completely nuts! Europe feels threatened by 0.3% refugees, the USA are about to elect a man, of who no one really knows who is pulling the strings under the toupee and just as if that was not bad enough, Germany of all nations has to disabuse the world of how to behave morally right. I mean GERMANY! They did not even win one single world war in history!

via Böhmi

Joko und Claas halten die mit Abstand beste Rede zur Lage der Nation

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass Joko und Claas ganz unlustig so ziemlich die beste Rede zur Lage der Nation gehalten haben, die dieses Land in Bezug auf den Hass im Netz und darüber hinaus gehört haben sollte. Jedes weitere Wort wäre dem folgenden Video nicht angemessen:

via Circus HalliGalli

Zitat Angela Merkel zu den rechtsextremen Ausschreitungen

Tagesschau hat Zitate von vier Politikern zu den rechtsextremen Ausschreitungen gesammelt. Hier Merkels Aussage:

BILD München erhält (verdientermaßen) die größte denkbare Auszeichnung

Ich bin jetzt nicht der Typ, der (gelinde gesagt) voreilig eine Lanze für die BILD Zeitung brechen würde, aber ich freue mich ganz ehrlich für sie über diese Auszeichnung:

Herzlichen Glückwunsch!

Schlegl in Aktion: Demo gegen Flüchtlinge

Tobi Schlegl Schlegl hat ein Herz für Menschen, die keine Rechte sind, aber Flüchtlinge bei sich in der Gegend eher nicht so gut finden. Weil man ja auch an die Kinder denken muss und so. Also „besorgte Bürger“ eben. Deswegen hat er sich eine Kampagne ausgedacht, damit die armen Rech… besorgten Bürger nicht mehr mit Nazis in einen Topf geschmissen werden:

„Bin sympathisch, aber Flüchtlinge mag ich nicht so gern.“

via Extra3

„Wird man ja noch sagen dürfen“-Formular für Bedürftige

Liebe Afd- und NPD-Wähler, sehr verehrte SpOn-Kommentatoren, BILD-Leser und wer sich sonst noch angesprochen fühlt: Aufgrund mangelnder Kenntnisse der deutschen Sprache und daraus folgender Peinlichkeiten, präsentiere ich das Formular, das den Fremdschamfaktor ein wenig lindert, wenn Sie sich zur Lage der Nation äußern möchten. Setzen Sie einfach Ihre Hakenkreuze an die zutreffende Aussage, drucken Sie das Papier aus und werfen Sie es aus dem Fenster. Wir nehmen es dann zur Kenntnis:

immer-gut-zu-gebrauchen

via KFMW

Dunkelhäutige Frau trifft auf Rassisten

Das muss ganz schlimm für einen Nazi sein, plötzlich mit der Realität konfrontiert zu werden und all diese verwirrenden Gefühle zu durchleben. Da kommt eine dunkelhäutige Frau auf sie zu und ist… nett! Nach außen hin muss man hart bleiben, weil man sonst Ärger mit den Kameraden bekommt. Innendrin ist bestimmt die Hölle los. Auf einmal wird an dem Gerüst gerüttelt, dass anders aussehende Menschen schlecht für die Gesellschaft sind und man kann noch so sehr die Parolen wiederholen, die einem eingetrichtert wurden: Vor einem steht ein ganz normaler, netter Mensch.

Mo Asumangs Vater stammt aus Ghana, ihre Mutter aus Deutschland. Für eine Dokumentation der BBC wagte die Moderatorin es jetzt, Neonazis und Ku-Klux-Klan-Mitglieder in Deutschland und in den USA direkt zu konfrontieren. Ganz offen ging sie auf die Rassisten zu und fragte nach deren Beweggründen, Wünschen und Zielen. Wie die Menschen auf sie reagierten, ist wirklich erstaunlich!

via Gofeminin / via Drlima

Drei Sinti hängen NPD Plakate ab

Eine fantastische Aktion, die sogar von der örtlichen SPD verständnisvoll „gebilligt“ wurde: Drei Sinti hatten die Schnauze voll, von dem braunen Gehetze der örtlichen NPD und hängten kurzerhand die Plakate ab. Hätten sie still und heimlich machen können, haben sie aber nicht. Stattdessen haben sie es auf Video aufgenommen und auf Facebook veröffentlicht. Nicht ohne zuvor deutlich darauf hinzuweisen, dass es kein Aufruf zu Gewalt ist und auch kein Aufruf es ihnen gleichzutun. Sie machen es aus Überzeugung und weil es sie persönlich trifft.

„Wir wissen, dass wir damit eine Straftat begehen“, sagen die Männer im Video. Sie wollten damit nicht zur Gewalt aufrufen, sondern jenen ein Gesicht geben, die betroffen seien. „Weil wir die Schnauze voll haben.“ Sie finden, es sei Aufgabe der Stadt, die Plakate abzuhängen. Denn der Spruch der NPD habe nichts mit Redefreiheit zu tun, findet Jers Jimmy Dean Laubinger.

Das ist aber nicht der einzige Dorn, der sich nun im Auge vieler Neonazis befinden dürfte. Zum Einen wird ein Benefitzkonzert für ein Altenheim organisiert. Das Motto: „Geld für die Oma, gesammelt von Sinti und Roma“. Zum Anderen sprechen die drei Sintis flüssig und fehlerfrei Deutsch. Etwas was bei dem durchschnittlichen Rechten nachweislich eher selten zu finden ist.

Via taz