Religionsfreiheit vs Recht auf körperliche Unversehrtheit

Nur dass ich das richtig verstehe: Wegen dem imaginären Freund von fantasievollen Erwachsenen, wird in mehr als unmittelbarer Nähe des Schniepels mit einem scharfen Gegenstand hantiert, bis es blutet. Und als wäre das nicht schlimm genug, es gibt Menschen, die tatsächlich der Meinung sind, dass man den Kindern die Wahl nehmen soll, weil der Fantasie ihrer Eltern mehr Recht zugesprochen wird, als dem Penis der Kleinen?

Mich verstört das etwas. Allein die Tatsache, dass jemand auch nur auf die Idee kommt, dass die Religionsfreiheit über das Recht auf körperliche Unversehrtheit geht, zeigt mir, dass die Lücke zwischen Moderne und finsteres Mittelalter noch nicht gänzlich geschlossen ist. Richard Dawkins hat es schon ganz treffend gesagt: Es gibt keine christlichen Kinder. Es gibt auch keine jüdischen oder muslimischen Kinder. Es gibt nur Kinder von Christen, Juden und Muslime.

Nichts gegen die Religionsfreiheit. Und das ist ausnahmsweise nicht ironisch gemeint. Ich halte tatsächlich viel davon, dass jeder selber entscheiden darf an was er oder sie glaubt. Aber die Religionsfreiheit muss Grenzen haben und die beginnen spätestens bei den Grenzen jeder einzelnen Person. Ein Kind sollte nicht gezwungen werden zu glauben. Kontakt mit sämtlichen Religionen sollten ermöglicht werden, aber die Entscheidung muss letztendlich beim Kind liegen. Wenn dies zur Folge hat, dass ein Kind eben nicht an das glaubt, an was die Eltern glauben, dann ist es eben so. Und wenn deswegen eine Religion ausstirbt, dann hat es wohl seinen guten Grund.

Religion ist nur ein Hobby. Das ist doch nicht so schwer zu verstehen. Es ist ganz oft ein sehr schönes Hobby, das auch viele gute Dinge hervorgebracht hat. Aber eben nicht ausschließlich. Wenn ich wegen des Hobbys meiner Eltern einen Teil meines Schniepels verloren hätte, wäre ich nämlich jetzt mächtig sauer! Stattdessen habe ich nur Zeit mit der Kommunion als Messdiener verschwendet.
Oh, und auf der Kegelbahn. Aber das ist eine andere Geschichte.

Happy Zombie-Day!


Bright side on Youtube

Es hat über 400 Jahre gebraucht, bis sich ein Haufen machtgeile Männer darauf geeinigt haben, was im Neuen Testament stehen soll, nachdem Jahrhunderte zuvor ihr Messias als wandelnde Leiche über die Erde gelaufen sein soll. Es hat weitere 1500 Jahre gebraucht, bis dieser Film rauskam und es damit wenigstens einen Grund gab der Kirche für Jahrtausende der Lügen, Korruption und Missbrauch ein kleines bisschen weniger sauer zu sein. Denn ohne sie gäbe es diesen Song nicht, der bei mir nach über 30 Jahren immer noch überdurchschnittlich gute Laune verursacht.

In diesem Sinne:
Rechner aus und raus in die Sonne, ihr kleinen Zaubermäuse!

God speaks to those who listen (UPDATE)

UPDATE: Scheiß Copyright. Video ist leider nicht mehr verfügbar… Wenn jemand eine Alternative hat, bitte melden!

Jedesmal wenn ich etwas über extreme Christen schreibe, kommt die Frage, ob ich mich auch trauen würde über extreme Moslems/Juden/Buddhisten zu schreiben. Klar, warum nicht? Wenn sie so unterhaltsam sind, wie diese Frau, die das Beben in Japan auf den biblischen Gott schiebt, der sagt: „Hey, ich bin hier! Schaut her, hier bin ich! Hier! Hier! Äh! Äh! Äh! Schaut doch mal!!!“ (sic!)


„>Gotteswahnsinnige bei Youtube – Danke Yvi!

Dazu dann noch etwas, was ich heute lernte: Der Ausruck „Poe’s Law„.
via

Böser Brief an Richard Dawkins

Vor knapp acht Jahren schrieb Richard Dawkins einen Artikel über die fiktive Droge Gerin Oil (Anagramm von „Religion“). Hier ein Auszug:

The four doomed flights of September 11th 2001 were Gerin Oil trips: all nineteen of the hijackers were high on the drug at the time. Historically, Geriniolism was responsible for atrocities such as the Salem Witch Hunts and the massacres of Native South Americans by Conquistadores. Gerin Oil fuelled most of the wars of the European Middle Ages and, in more recent times, the carnage that attended the partitioning of the Indian subcontinent and of Ireland.

„Böser Brief an Richard Dawkins“ weiterlesen

Warum sind Moslems/Christen/Juden/Buddhisten so…

Es gibt Kritiker, die behaupten, dass Amateuratheisten, wie ich, immer nur über das Christentum lästern. Nein, wir machen uns schon um alles andere Gedanken, so ist das nicht.

(Zum Vergrößern einmal anklicken)

Danke Hannes!!

Großbritanien – Ein Land der Dritten Welt

Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen:

Wenn Sie am Flughafen Heathrow landen, denken Sie manchmal, Sie wären in einem Land der Dritten Welt gelandet. Vor allem in England ist ein aggressiver Neu-Atheismus verbreitet. Wenn Sie etwa bei British Airways ein Kreuz tragen, werden Sie benachteiligt.

Ein Verein, der sich kaum mittelalterlicher benehmen könnte und weltweit Kampagnen durchführt, um Homosexuelle zu denunzieren, Frauen nicht die gleichen Rechte einräumt wie Männer und Kindesmissbrauch nachweislich vertuscht, beschwert sich darüber, dass man sich vorkommt, als wäre man in einem Land der Dritten Welt, weil man mit einem Folterwerkzeug um den Hals benachteiligt wird. Das ist so unfassbar lustig, dass ich kotzen könnte!

Den Glauben verlieren, durch reine Logik

Ooouhh, was für eine Überschrift! Provokant und doch auf den Punkt gebracht. Denn um nichts anderes geht es in den nächsten 9 Minuten. In dem kommenden Film erklärt ein ehemaliger gläubiger Mensch was passieren musste, damit er seinen Glauben verliert. Hört sich tragischer an, als man denkt, ist aber eigentlich nichts anderes, als durch unumstößliche Logik zu erklären.


Logik bei Youtube
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Wer nicht an den richtigen Gott glaubt, muss draußen bleiben

Ich erweitere meine Aussage, dass die Religion an und für sich nichts in der Schule zu suchen hat, um die Aussage, dass die Politik nichts in der Schule zu suchen hat:

(…)“Das Bekenntnis hat Vorrang vor dem Wohnort“, sagt dazu ein Sprecher der CDU/FDP-Landesregierung.

Aber was ist mit der grundgesetzlichen Religionsfreiheit? Na, auch an dieser Tatsache kann man mal wieder schrauben, wenn man sich nur ein bisschen Mühe gibt:

Eine Ungleichbehandlung könne etwa „im Hinblick auf die Ausübung der Religionsfreiheit oder auf das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften unter Beachtung des jeweiligen Selbstverständnisses gerechtfertigt“ sein (§ 20 Absatz 1 Nr. 4). Wolle man der Religionsfreiheit eines Einzelnen gegenüber der Gruppe immer den Vorrang geben, wäre der Betrieb religiöser Einrichtungen praktisch unmöglich, so die Fachleute. Damit wäre die kollektive Religionsfreiheit in Deutschland abgeschafft.

Man muss eben nur wollen.

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Vom grauen Björn seinem Facebook-Dings