Richard Dawkins – Gotteswahn (inkl. Auszüge)
6.3.2009 / Alles in Allem / Malcolm
Eigentlich wollte ich schon länger über Richard Dawkins – Gotteswahn schreiben, dem erste Buch, welches ich gleich zweimal hintereinander gelesen habe. Am Montag mit einem lauten Aufseufzen die letzte Seite gelesen und am Mittwoch gleich wieder angefangen.
Der Blogbeitrag sollte nicht allzulang werden, da ich zwar glaube, dass Deutschlands schönsten und schlauesten Blogleser ihre Bildung durch Lesen gewonnen haben, aber am Bildschirm vermutlich nicht länger als ein halbes Dutzend Absätze aushält. Zumindest geht es mir so. Andererseits kann man so ein Buch und so ein Thema nicht in einer handvoll Absätze abwatschen, also wartete ich.
Bis ich von dem neunjährigen Mädchen hörte, das exkommuniziert wurde, weil es abgetrieben hat. Die Ärzte und Mutter natürlich gleich mit. Wenn man schon dabei ist, kann man ja alles in einem Abwasch erledigen. (Link)
Die katholische Kirche, die zunächst mit einer Strafanzeige wegen Mordes gegen die Mutter des Mädchens gedroht hatte, erklärte die Exkommunizierung aller Beteiligten. Nach dem Kirchenrecht sei dies in jedem Fall automatische Folge einer Abtreibung.
Von dem Stiefvater vergewaltigt und geschwängert zu werden ist wahrscheinlich das Schlimmste, das man sich für so ein Mädchen vorstellen kann. Dass die Kirche nichts besseres zu tun hat, als sie rauszuwerfen, weil sie unter anderem aus gesundheitlichen Gründe die Zwillinge abtrieb, ist ein Zeichen dafür wie krank die Kirche tatsächlich ist. Und jeder einzelne, der diese Kirche in Schutz nimmt oder nicht wenigstens bei dem nächsten Messebesuch seinen örtlichen Weihrauchdealer fragt wie man als gläubiger Christ etwas zu der Exkommunikation der Verantwortlichen beitragen kann, sollte sich darüber im klaren sein, dass er/sie ein wandelnder Beweis für die Nichtexistenz eines Gottes ist.
Weiterlesen? Na klar…

