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„Vorschlag für Ihre Website“

Jens hat mich jetzt schon drei- oder viermal belästigt. Man kann Jens aber nicht böse sein. Durch ein Loch im Raum- Zeitkontinuum ist er im Jahre 1997 gefangen und hängt dem Irrglauben nach, dass er eine Spitzenidee hat, um seine und alle anderen ausgewählten Internetseiten bekannter zu machen.

Jens verschickt Mails an „Webmaster“:

Sehr geehrter Webmaster,

Meine Name ist Jens und bin Webmaster der Seite www.surgeryofmodernwarfare.com

Mir ist Ihre Seite http://www.eyesaiditbefore.de/ ins Auge gefallen und ich hätte interesse einige Links mit Ihnen zu tauschen.

Ich kann Ihnen eine große Auswahl an Webseiten unterschiedlichster Themen für Backlinks anbieten.
Gerne schicke ich Ihnen weitere Details zu – alles ist völlig kostenlos,
ich möchte lediglich Links tauschen.

mit freundlichen Grüßen

Jens

Weiterlesen? Na klar!

Firma Bartsch, Papa No & ich

Es geht in die zweite Runde. Heute rief ich nochmal bei der freundlichen Dame an, um nachzuhorchen, wer denn nun meine Telefonnumer weitergegeben hat. Es stellte sich heraus, dass die liebe Frau Bartsch ganz schön barsch (entschuldigt!) sein kann, wenn man darauf besteht, dass solche Daten wie die Telefonnummer zu den Daten gehören, die man nicht einfach so weitergegeben sieht. Außer man fragt mich vorher ganz nett.

„Sie als Selbstständiger müssten doch wissen wieviel eine gute Empfehlung heutzutage wert ist!“, sagte sie. Ich fragte, ob es nicht irgendwie seltsam ist, dass sie meine Telefonnummer hat, aber ihr meine Frau empfohlen wurde. Da müsste man doch glatt stutzig werden. Daraufhin wurde ihr Ton eisiger und aus der herzlichen, älteren Dame wurde eine recht patzige Unternehmerin, die ihre „Kontakte“ nicht einfach preisgeben wolle. Ich versuchte so freundlich wie möglich zu bleiben, aber als sie die Telefonnumer des „Herrn Schmidts“ (ihren „Kontakter“) nicht rausrücken wollte, der angeblich bei Papa No arbeitet, wurde auch mein Ton eisiger. Außerdem verdrückte ich gerade ein dickes Eis und die Vanille-Pampe wollte nicht runterrutschen. Wusstet ihr, dass Vanille-Pampe auf wunden Stimmbändern mich anhören lässt, als hätte Kermit der Frosch sich mit Jack Nicholson gepaart? Wieauchimmer – die Nummer rückte sie nicht heraus, weil ich ja selber darauf bestehe, dass solche Daten nicht rauszugeben sind. Daraufhin konterte ich vanilleeisig, dass „Herr Schmidt“ sicher kein Problem hat, wenn sie seine Nummer weitergibt, da er es ja auch gerne tut. Ich setzte noch an, dass ich „Herrn Schmidt“ ebenfalls ein nettes Angebot unterbreiten wolle, was er sicher nicht vergessen würde.

Ich weiß nicht, ob die liebe Frau Bartsch meinen letzten Satz hörte, denn sie legte einfach so auf. Gleich danach rief ich bei meinem Lieblingssushihändler an. Der Geschäftsführer war weitaus freundlich und versicherte mir weder die Telefonnumer rausgegeben zu haben, noch, dass ein „Herr Schmidt“ bei ihnen arbeitet. Da steht natürlich jetzt das Wort von Frau Barsch gegen das Wort von Herrn Papa No, der mir hoch und heilig versprach unter der Telefonnummer anzurufen, die ich ihm gab.

Ich könnte es natürlich auf sich beruhen lassen. Ist ja nichts schlimmes passiert. Aber ich bin einfach so verdammt neugierig wer denn nun lügt. Es ist so herrlich seifenoperig!

03583/683XXX

Unter dieser Nummer wurde ich gerade angerufen und von einer netten älteren Dame begrüßt, die mit der Kleinen reden wollte. Als ich sagte, dass die Kleine nicht verfügbar sei und mich wunderte, warum sie dafür bei mir anruft, fragte ich, ob ich etwas ausrichten dürfte.

Sie wollte der Kleinen einen Nebenjob anbieten und beharrte darauf, dass sie ja nur nette Menschen suchte. Als ich nachfragte wie sie auf die Idee kommen würde, dass die Kleine nett wäre (…), sagte sie, dass sie mit ein paar Leuten von Papa No gesprochen hätte, die beteuerten, dass meine Frau genau die Richtige für den Job wäre.

Jetzt ist es so, dass die Papa Nos nur ein einziges Mal mit der Kleinen gesprochen hatten und da war sie alles andere, als nett. Man hatte ihr vegetarisches Sushi mit meinem Männer-Sushi vermischt und alles war voller Fisch. Nachdem die Frau, die das zu verantworten hatte, darüber argumentieren wollte, dass die Algen ja auch nichts für Vegetarier wären (WTF?!), ließ sie das kontaminierte Essen doch abholen und neues bringen.

Die Frau mit dem Job ließ nicht locker und nachdem ich mehrfach beteuerte, dass die Kleine kein Interesse hätte, war ich dran: „Wollen Sie nicht noch einen Job haben?“. Selbst als ich versicherte, dass ich als Selbstständiger und Student genug zu tun hätte und überhaupt gar nicht freundlich wäre, ließ sie mich nicht in Ruhe. Schließlich sollte ich noch meine Freunde fragen.

In der ganzen Aufregung habe ich ihren Namen und den Namen der Firma vergessen. Unter der Telefonnummer konnte ich bei Google nichts finden und auch Papa No wusste keinen Rat, außer lieber nicht zurückzurufen, weil es ja teuer werden könnte. Weiterhin war ich wohl nicht der Erste, der bei ihnen aus diesem Grund angerufen hatte. Schonmal hatte jemand bei Papa No nachgefragt, ob sie Daten weitergeben, weil jemand angerufen hatte.

Hat noch jemand so einen Anruf bekommen, besser noch von dieser Nummer? Nur mal aus Interesse. Und: Kann ich wohl gefahrlos bei der Nummer anrufen, oder muss ich Angst haben, dass ich eine Million Euro Gebühren bezahlen muss?

NACHTRAG
Christian sei Dank weiß ich nun zu wem die Nummer gehört, nämlich einer Firma namens „Fa. Bartsch“, die gleich morgen früh anrufen werde, um herauszufinden woher sie meine Nummer wirklich haben.

Die wirklich echte 10.000 Dollar Spam

Für mich sind Spammer gleich anzusiedeln mit Nazis. Klingt drastisch, ist aber so. Spammer sind als Bodensatz der Gesellschaft mit der größtmöglichen Verachtung gegenüberzutreten.

Das hat sich Mother London wohl nicht gedacht, als sie diese virale Kampagne starteten. Sie „spammten“ hunderte Menschen mit einer E-Mail, wie wir sie alle schon tausendfach bekommen haben. Nur mit dem Unterschied, dass sie es ernst meinten: Die erste Person, die antwortet und den vollen Namen und Bankverbindung zurückschickt, erhält $10.000.

Und siehe da: Jemand hat geantwortet:


Mother bei Youtube

Danke Martin!



Darf es am Ende etwas mehr Malcolm sein? www.fuenf-filmfreunde.dewww.kunstloses-brot.deeyesaiditbefore.tumblr.com