Drei Sinti hängen NPD Plakate ab

„Geld für die Oma, gesammelt von Sinti und Roma“

Eine fantastische Aktion, die sogar von der örtlichen SPD verständnisvoll „gebilligt“ wurde: Drei Sinti hatten die Schnauze voll, von dem braunen Gehetze der örtlichen NPD und hängten kurzerhand die Plakate ab. Hätten sie still und heimlich machen können, haben sie aber nicht. Stattdessen haben sie es auf Video aufgenommen und auf Facebook veröffentlicht. Nicht ohne zuvor deutlich darauf hinzuweisen, dass es kein Aufruf zu Gewalt ist und auch kein Aufruf es ihnen gleichzutun. Sie machen es aus Überzeugung und weil es sie persönlich trifft.

„Wir wissen, dass wir damit eine Straftat begehen“, sagen die Männer im Video. Sie wollten damit nicht zur Gewalt aufrufen, sondern jenen ein Gesicht geben, die betroffen seien. „Weil wir die Schnauze voll haben.“ Sie finden, es sei Aufgabe der Stadt, die Plakate abzuhängen. Denn der Spruch der NPD habe nichts mit Redefreiheit zu tun, findet Jers Jimmy Dean Laubinger.

Das ist aber nicht der einzige Dorn, der sich nun im Auge vieler Neonazis befinden dürfte. Zum Einen wird ein Benefitzkonzert für ein Altenheim organisiert. Das Motto: „Geld für die Oma, gesammelt von Sinti und Roma“. Zum Anderen sprechen die drei Sintis flüssig und fehlerfrei Deutsch. Etwas was bei dem durchschnittlichen Rechten nachweislich eher selten zu finden ist.

Via taz

Notizen zur Bundestageswahl

„deine partei ist viel scheißiger als wie meine! meine partei ist viel besser!“ – „das stimmt nicht, weil: meine partei ist die weltallertollste partei der welt!“ – „mit meiner partei wird aber alles gut!“ – „mit meiner partei ist alles gut!“ – „wählt afd!“ – (alle zusammen) „halt die fresse!“

wenn ich nachher per briefwahl mein kreuz mache, kann der wahlkampf dann bitte zuende sein?
ihr nervt.
alle.

Wahlautomatenbug: Statt Obama wird Romney gewählt

Da hat sich der Programmierer der Wahlmaschine wohl ein bisschen von den Simpsons inspirieren lassen. Wählt man Obama, bekommt man einen faltigen Republikaner.

Leider ist das nicht ganz so lustig:
httpv://youtu.be/QdpGd74DrBM
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My wife and I went to the voting booths this morning before work. There were 4 older ladies running the show and 3 voting booths that are similar to a science fair project in how they fold up. They had an oval VOTE logo on top center and a cartridge slot on the left that the volunteers used to start your ballot.

I initially selected Obama but Romney was highlighted. I assumed it was being picky so I deselected Romney and tried Obama again, this time more carefully, and still got Romney. Being a software developer, I immediately went into troubleshoot mode. I first thought the calibration was off and tried selecting Jill Stein to actually highlight Obama. Nope. Jill Stein was selected just fine. Next I deselected her and started at the top of Romney’s name and started tapping very closely together to find the ‘active areas’. From the top of Romney’s button down to the bottom of the black checkbox beside Obama’s name was all active for Romney. From the bottom of that same checkbox to the bottom of the Obama button (basically a small white sliver) is what let me choose Obama. Stein’s button was fine. All other buttons worked fine.

via Nerdcore/Crackajack

Jubelausbrüche und Konfetti bei der FDP


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Das gestrige Wahlergebnis hat höchstens in Bezug auf das hohe Ergebnis der Piraten überrascht. Dass sie gut abschneiden würden, war vielen klar, aber gleich 9%? Jetzt können wir nur hoffen, dass sie uns ein zweites Mal überraschen und die nächsten Jahre mit Inhalten füllen. Dennoch herzlichen Glückwunsch an die Piraten – es sei euch gegönnt!

Glückwünsche auch an die FDP, die Martin Sonneborns Leitspruch „Inhalte überwinden“ geradezu perfektioniert haben. Da wundert es auch nicht, dass unser zukünftiger Bundeskanzler es sich nicht nehmen ließ gemeinsam mit Parteikollegen der Partei DIE PARTEI und Mitglieder der Hedonistischen Internationalen in Jubel auszubrechen, als das Ergebnis der FDP bekannt gegeben wurde.
„Jubelausbrüche und Konfetti bei der FDP“ weiterlesen

Martin Sonneborn steht Rede und Antwort

Martin Sonneborn, künftiger Bürgermeister von Berlin und Bundeskanzler in spe, erklärt warum er die Mauer aufbauen will, warum er sie vielleicht doch nicht aufbauen will, geht auf Fragen ein, geht auf Fragen nicht ein und stellt sein Wahlprogramm vor. Oder auch nicht. Also auch nicht anders, als die meisten seiner Kolleginnen und Kollegen, die zur Wahl stehen.


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Danke Mathias R.!