GPS vor 80 Jahren
Manchmal stelle ich mir vor, wie ich mit meinem Wissen von heute vor einhundert Jahren gelebt hätte. Ich hätte natürlich kein Geld damit gemacht, dass ich geschichtliche Ereignisse vorhersagen könnte, weil ich in Geschichte eine absolute Null bin. Ich hätte auch keine physikalischen Entdeckungen machen können, weil ich zwar weiß was E=mc² bedeutet, aber nicht wie der liebe Herr Einstein dahingekommen ist. Ich hätte auch nicht mit meinem mitbegrachten Laptop auftrumpfen können, weil a) ich sicher bin, dass die Steckdosen anders ausgesehen haben, als heute und mein Akku nur noch anderthalb Stunden hält und b) das Internet in weiter Ferne lag und ich mit meinen grafischen Fähigkeiten auch nicht weit gekommen wäre, aufgrund mangelnder Möglichkeiten die Daten meines Laptops auf einen uralt Offsetdrucker zu ziehen.
Da bliebe natürlich noch meine fantastischen Autofahr-Skills, die mich zum besten Rennfahrer der Welt gemacht hätten. Leider stände mein Orientierungssinn dem Traum im Wege und ich hätte mich direkt nach der Startlinie verirrt. So schminkte ich mir den Traum ab, durch die Zeit zu reisen und ein Leben als Superheld zu leben.
Bis heute.
Wie es sich nämlich herausgestellt hat, gab es sehr wohl so eine Art GPS-Systeme für Verirrungsopfer wie mich.









